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Tipps und Tricks für Vista

Installation

PC auf Vista-Tauglichkeit prüfen

Microsoft bietet mit dem Windows Vista Upgrade Advisor ein Tool an, das überprüft, ob ein PC über ausreichende Hardware-Ressourcen verfügt, um Windows Vista auszuführen. Es läuft nicht nur unter XP, sondern auch unter 32-Bit-Vista, so dass sich auch feststellen lässt, ob der Rechner für eine bessere Version des Betriebssystems geeignet wäre. Die Software ermittelt nicht nur die generelle Tauglichkeit der Hardware für Vista, sondern findet zudem heraus, für welche Ausführung des Betriebssystems der PC ausreicht.

Auf externer Festplatte einrichten

Vista lässt sich von USB-Platte starten, wenn der PC übers Bios USB-Geräte als erstes Bootmedium zulässt (Bootreihenfolge etwa unter „Advanced Bios Features“ auf „USB-HDD“ stellen). Standardmäßig kann man Vista nur auf internen IDE- oder SATA-Festplatten einrichten. Während der Installation zeigt der Vista-Partitionierer auch die Partitionen externer Festplatten oder USB-Sticks an. Als Zielpartition für die Vista-Installation lassen sich diese allerdings nicht angeben – ein entsprechender Hinweis erscheint bei der Auswahl.

Installieren Sie Vista auf die externe Festplatte, indem sie beispielsweise eine Clone-Software wie Acronis True Image 10 Home verwenden. Der günstigste und schnellste Weg ist aber, die Platte aus dem externen Gehäuse aus- und als einzige Festplatte vorübergehend in den PC einzubauen und Vista darauf einzurichten.

Wenn Vista läuft, schließen Sie eine USB-Platte an. Vista kopiert dann den Treiber Usbstor.SYS in das Verzeichnis Windows\System32\Drivers. Stellen Sie sicher, dass dieser Treiber tatsächlich vorhanden ist. Vista startfähig machen: Bauen Sie jetzt die Festplatten wieder um, und booten Sie das bisherige System. Starten Sie den Registrierungseditor, klicken Sie auf „Hkey_Local_Machine“, und gehen Sie auf „Datei, Struktur laden“. Wählen Sie die Datei „System“ aus dem Verzeichnis Windows\System32\config der Vista-Installation.

Im Dialog „Struktur laden“ geben Sie hinter Schlüsselname „Z“ ein. Danach erreichen Sie den System-Zweig der Vista-Registry über „Hkey_Local_Machine\Z“. Gehen Sie auf „Hkey_Local_Machine\Z\ControlSet001\Services“, und ändern Sie bei den Schlüsseln usbccgp, usbehci, usbhub, usbohci und/oder usbuhci den Wert „Start“ jeweils auf „0“. Tragen Sie für „Group“ jeweils „System Reserved“ ein. Im Schlüssel „usbstor“ ändern Sie „Start“ ebenfalls auf „0“. Hier erstellen Sie zusätzlich die Zeichenfolge „Group“ mit dem Wert „System Reserved“. Wiederholen Sie die Änderungen für jedes weitere ControlSet („ControlSet002“, „ControlSet003“, wenn vorhanden). Klicken Sie auf „Hkey_Local_Machine\Z“, und gehen Sie auf „Datei, Struktur entfernen“. Danach können Sie Vista von der externen Platte starten (Bootreihenfolge beachten).

Vista und XP parallel installieren (I)

Wenn XP bereits auf einem PC installiert ist und parallel Vista eingerichtet werden soll, dann benötigt das neue Windows eine eigene Partition. Typischerweise belegt aber die XP-Partition die gesamte Festplatte, so dass diese neu aufgeteilt werden muss. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern bringt Vista ein Tool mit, das bestehende Partitionen vergrößern und verkleinern kann. Die Option, eine vorhandene XP-Partition zu stauchen, steht im grafischen Installationsprogramm von Vista allerdings nicht zur Verfügung, vielmehr muss vor dem eigentlichen Einrichten des Systems das Programm diskpart bemüht werden. Dieses eignet sich jedoch nur für Partitionen, die entweder kein oder ein NTFS-Dateisystem enthalten.

Vorgehen:

  1. Nach dem Booten von der Installations-DVD alle Schritte im Setup durchgehen bis zur Eingabe des Lizenzschlüssels;
  2. Nach der Anzeige der Lizenzbedingungen den Installationsmodus Benutzerdefiniert wählen;
  3. Bei der folgenden Anzeige der Partitionsdaten die Tastenkombination Umschalten + F10 drücken, um die Windows-Kommandozeile zu öffnen;
  4. Den Befehl diskpart eingeben;
  5. Mit dem Befehl
    list disk

    lässt man sich alle Plattenlaufwerke anzeigen;

  6. Mit
    select disk 0

    wählt man die erste Festplatte, was bei PCs mit einer HD die einzig sinnvolle Option ist;

  7. Der Befehl
    list partition

    zeigt anschließend die dort verfügbaren Partitionen, mit

    select partition [Partitionsnummer]

    wählt man jene der vorhandenen XP-Partition aus (in der Regel gibt es nur diese);

  8. Mit dem Befehl shrink kann nun die gewählte Partition verkleinert werden. Er nimmt eine Reihe von Parametern, unter anderem QUERYMAX. Dieser zeigt nur an, um wieviel die Größe reduziert werden kann, verändert die Festplattenkonfiguration aber nicht. Ohne Parameter reduziert shrink die betreffende Partition auf die minimale Größe. Über die genaue Verwendung des Befehl informiert die Eingabe von help shrink;
  9. Der Befehl exit beendet diskpart und führt zurück zum Installationsprogramm. Dort betätigt man „aktualisieren“, so dass nun neben der bisher schon vorhandenen Partition zusätzlich freier Speicherplatz angezeigt wird. Dort kann man über die Auswahl von „erweitert“ Vista installieren;
  10. Nach dem Neustart des PCs bietet der Boot-Manager von Windows die Auswahl zwischen XP und Vista.

Vista und XP parallel installieren (II)

Wenn ein Windows XP nachträglich als zweites System installiert wird, kann dies zu ernsten Problemen führen, weil dabei die Startumgebung von Vista überschrieben wird. In diesem Fall hilft die Vista-Setup-DVD mit ihren Systemwiederherstellungsoptionen. Der einschlägige Punkt lautet dort Computerreparaturoptionen/Systemstartreparatur. Anschließend taucht Windows XP im Boot-Menü nicht auf und muss dort manuell hinzugefügt werden. Am bequemsten geht das mit dem kostenlosen Utility WinBootPro. Alternativ kann man das Vista-eigene bcdedit.exe bemühen, das auf der Kommandozeile den gewünschten Eintrag in vier Schritten erzeugen kann.

Boot-Einstellungen verändern

Vista speichert die Informationen für den Boot-Vorgang nicht mehr in der Klartextdatei boot.ini. Stattdessen nutzt es eine Binärdatei (Boot Configuration Data), die man nicht mit einem Texteditor bearbeiten kann. Das Vista-eigene Tool bcdedit.exe (Kommandozeile) ist umständlich zu bedienen. Das kostenlose VistaBootPro kann den Inhalt der Boot-Datei anzeigen und bestimmte Einstellungen ändern, etwa die Reihenfolge der Betriebssysteme im Bootmenü oder die das Standardbetriebssystem betreffen. Außerdem kann es eine Sicherheitskopie der Boot-Datei anlegen.

Eigene Setup-DVD für Vista erstellen

Das freie vLite kann die Installation anpassen (Auswahl der Komponenten, Treiber, Konfiguration des Systems), bevor das Setup die Dateien auf die Festplatte schreibt. Auf Basis dieser Auswahl brennt vLite eine oder mehrere CDs/DVDs beziehungsweise schreibt ein ISO-Image auf ein anderes Speichermedium. Mit dieser individuellen Installations-DVD kann das System aufgespielt werden, was besonders bei einer späteren Neuinstallation von Nutzen ist. Man spart sich dann die erneute Vista-Konfiguation. Außerdem verringert sich dadurch auch die Größe des Installationsmediums.

Service Pack 1 (SP1) deinstallieren

Viele Anwender haben zwar mit der Umstellung auf Vista gewartet, bis Microsoft das SP1 herausbringt. Gelegentlich verursacht es jedoch zusätzliche Probleme, unter anderem bei der Kompatibilität mit Applikationen. Notfalls hilft da nur noch die Deinstallation des SP1. Der übliche Weg führt dabei über Systemsteuerung ⇒ Programme und Funktionen. Allerdings hilft dieses Vorgehen wenig, wenn das SP1 die Installation einer Software beschädigt hat. In diesem Fall bewährt es sich, wenn vor der Installation des SP1 ein Backup angelegt wurde, das sich nun wiederherstellen lässt. Existiert ein solches nicht, dann bleibt noch die Rückkehr auf einen früheren Systemzustand (Systemsteuerung ⇒ Sichern und Wiederherstellen ⇒ Windows mittels der Systemwiederherstellung reparieren). Dort müsste das SP1-Setup einen entsprechenden Wiederherstellungspunkt eingerichtet haben. Schließlich empfiehlt Microsoft empfiehlt in einem Knowledgebase-Artikel jedoch, über die Reparaturoption des Installationsprogramms zu einem früheren Systemzustand zurückzukehren. Dafür ist der Neustart des Computers von der Original-Vista-DVD erforderlich.

Umstieg von anderen Betriebsystemen

Daten mitnehmen

Das kostenlose Easy Transfer von Microsoft hilft, Einstellungen und Dateien aus dem bisherigen XP-Benutzerprofil auf Vista zu übertragen. Das Tool erzeugt unter Windows XP eine Datei mit der Endung MIG, die man auf einer anderen Partition, auf einem USB-Stick, einer externen Festplatte oder im Netzwerk ablegen kann. Nach der Installation von Vista lassen sich die Daten per Doppelklick auf die Datei importieren.

Startmenü anpassen

Im Startmenü erscheinen standardmäßig der Internet Explorer und Windows Mail an erster Stelle. Die weiteren Einträge in der Liste legt Vista automatisch an, wenn Sie ein Programm aufrufen. Sie können einzelnen Anwendungen aber einen festen Platz im Menü reservieren. Das geht über den Kontextmenüpunkt „An Startmenü anheften“, der im Explorer, bei Desktop-Icons und im Startmenü nur bei ausführbaren Programmen oder Verknüpfungen zu ausführbaren Programmen auftaucht.

Desktop konfigurieren

Unter XP war der Dialog zur Feinsteuerung der Windows-Elemente über den Befehl „Eigenschaften“ im Kontextmenü des Desktop erreichbar. Unter Vista sucht man ihn dort vergeblich. Es gibt ihn unter „Systemsteuerung, Anpassung, Fensterfarbe und Darstellung“. Dort führt der Link „Eigenschaften für klassische Darstellung öffnen“ weiter zum bekannten Dialog. Farbänderungen wirken sich jedoch auf Aero nicht aus, Größenanpassungen hingegen schon. Eine Reihe von Einstellungen lassen sich mit dem Tool Tweak VI (Basisversion kostenlos) zentral vornehmen, darunter die Anpassung des Desktops, des Startmenüs und einer Reihe von Anwendungen, darunter der Internet Explorer, Firefox und Outlook.

Symbole für Arbeitsplatz und Netzwerk auf dem Desktop anzeigen

Wenn man den Desktop von Vista auf „klassisch“ umstellt, dann verschwinden die neuen Animationen und Effekte. Gleichzeitig tauchen die Icons für den Arbeitsplatz, das Netzwerk und die Eigenen Dateien auf dem Desktop auf. Allerdings gehen auf diese Weise einige Neuerungen von Vista verloren, unter anderem das Suchfeld im Startmenü. Wer also die neue Oberfläche beibehalten möchte und sie an die bisherigen Gewohnheiten anpassen will, kann die genannten Symbole über gut versteckte Optionen einblenden.

Vorgehen:

  1. Rechts auf den Desktop-Hintergrund klicken und Anpassen ausführen
  2. In der linken Fensterleiste den Menüpunkt Desktop-Symbole ändern auswählen
  3. Die Optionskästchen für Computer, Netzwerk und Benutzerdateien aktivieren

Icon-Größen ändern (I)

Die Anzeige der Icons am Desktop lässt sich anpassen, indem man wie unter älteren Windows-Versionen rechts auf eine freie Stelle auf dem Desktop und dann auf „Ansicht“ klickt. Allerdings hat man dort nur die Wahl zwischen großen, mittelgroßen und klassischen Symbolen. Die Option „Kleinere Symbole“, „Liste“, „Details“ und „Kacheln“ fehlen hier. Bis zu 28 Icon-Größen lassen sich einstellen, wenn man am Desktop oder in jedem beliebigen Dateiordner die STRG-Taste drückt und gleichzeitig am Mausrad dreht.

Icon-Größen ändern (II)

Vista stellt die Icons auf dem Desktop standardmäßig deutlich größer dar als Windows XP. Besonders auf kleinen Monitoren wird der Schreibtisch dadurch schnell unübersichtlich. Über das Kontextmenü Ansicht des Explorers können Klassische Symbole eingestellt werden. Die Icons erscheinen dann wie unter Windows XP gewohnt in einer Größe von 32 x 32 Pixeln. Alternativ kann man ein oder mehrere Icons markieren. Bei gedrückter <Strg>-Taste lassen sich durch Drehen am Mausrad die Icon-Größen in Ordnern und am Desktop von ganz klein bis sehr groß verändern.

Suchfeld im Startmenü

Das neue Suchfeld im Startmenü berücksichtigt Programme des Startmenüs, des Systempfads sowie indizierter Datenbereiche und ist damit meist die schnellste und bequemste Möglichkeit, Programme aufzurufen. Der bisherige Dialog Ausführen ist auch noch vorhanden, aber den zugehörigen Menüpunkt zeigt Vista nicht mehr an. Er lässt sich über die Eigenschaften von Taskleiste und Startmenü via Anpassen aktivieren. Der bekannte Hotkey <Win>-<R> funktioniert ebenfalls noch.

Frühere Dateiversionen wiederherstellen

Wenn eine Dateien verloren geht oder beschädigt ist, besteht unter Vista die Chance, eine ältere Version („Schattenkopie“) wiederherzustellen. Diese Funktion steht allerdings unter Vista Home Basic und Home Premium nicht zur Verfügung, obwohl das System auch dort die Versionen einer Datei speichert - man kann bloß nicht darauf zugreifen (⇒ abschalten). Zum Reaktivieren einer defekten Datei klickt man einfach rechts auf das betreffende Symbol und wählt im Kontextmenü Vorgängerversionen wiederherstellen. Ist keine mehr vorhanden, kann man diesen Vorgang beim Ordner versuchen, in dem die Datei gespeichert war. Betätigen Sie, wenn es Vorgängerversionen gibt, immer den Button „Kopieren“ (nicht „Wiederherstellen“). Dann kann man vergleichen, ob die ältere Version tatsächlich in einem besseren Zustand ist.

Video-DVDs brennen

Mit Windows Vista können jetzt ohne zusätzliche Player-Software Video-DVDs nicht nur wiedergegeben, sondern auch zusammengestellt und gebrannt werden. Das Programm Windows DVD Maker bietet nur wenige Funktionen, ist aber vielleicht gerade deshalb besonders praktisch einzusetzen und erleichtert den Einstieg. Das Bemerkenswerte an Windows DVD Maker ist, dass das Programm nicht nur mit den Microsoft-eigenen Formaten wie WMV (Windows Media Video) oder DVR-MS umgehen kann. Das Programm verarbeitet auch klaglos Quell-Dateien aus Fremdformaten wie MPEG 2, Divx oder Xvid.

Task-Manager aufrufen

Microsoft hat in Windows Vista die Tastenkombination für den Aufruf des Task-Managers gegenüber Windows XP geändert. Bisher war das System-Tool über STRG + ALT + ENTF erreichbar, unter Vista hingegen müssen Sie STRG + SHIFT + ESC drücken.

Dateien und Ordner über Checkboxen auswählen

Seit Windows 9x markiert man mehrere Dateien und Ordner, indem bei gedrückter STRG-Taste die gewünschten Einträge anklickt werden (bzw. bei gedrückter Umschalttaste, wenn ein zusammenhängender Block markiert werden soll). Das ist auch noch unter Vista das Standardverfahren. Zusätzlich besteht aber die Möglichkeit, neben jedem Datei- und Ordnernamen in einem Explorerfenster Auswahlkästchen einzublenden. Man aktiviert diese Option in einem beliebigen Fenster über Organisieren > Ordner- und Suchoptionen > Ansicht > Kontrollkästchen zur Auswahl von Elementen verwenden. Danach kann man an den gewünschten Positionen ein Häkchen setzen.

"Senden an" erweitern

Wenn man unter Windows 2000/XP die Einträge unter „Senden an“ im Kontextmenü einer Datei erweitern möchte, dann erstellt man eine Verknüpfung für das gewünschte Programm im Ordner C:\Dokumente und Einstellungen\[Benutzername]\SendTo. Dieser Pfad war Microsoft ganz offensichtlich zu kurz. Er lautet unter Vista nun

C:\Users\[Benutzername]\AppData\Roaming\Microsoft\Windows\SendTo

Fokus ändern ohne Mausklick

Unter Windows bekommt ein Fenster normalerweise den Fokus, wenn man mit der Maus darauf klickt. X11-Anwender unter Linux und Unix sind hingegen gewohnt, dass eine Anwendung schon dann die Tastatureingaben erhält, wenn man mit der Maus über das Fenster fährt. Vista kann das Verhalten von X-Windows teilweise nachempfinden. Zu diesem Zweck öffnet man in der Systemsteuerung das Center für die erleichterte Bedienung und klickt auf Verwenden der Maus erleichtern. Dort muss man bei Ein Fenster durch Hovering mit der Maus aktivieren ein Häkchen setzen. Andere X11-spezifische Mausfunktionen wie etwa automisches Kopieren von marktiertem Text in die Zwischenablage oder Minimieren von Fenstern durch Rechtsklick in die obere Leiste werden dadurch nicht aktiviert. Unter Windows XP lassen sich diese X-Windows-Eigenheiten über das kostenlose True X-Mouse Gizmo nachbilden.

Vista konfigurieren

Effekte loswerden (I)

Die Oberfläche von Vista unterscheidet sich optisch deutlich vom Standard unter Windows XP, vor allem was Animationen und Effekte anlangt. Ein solcher verspielter Desktop lässt sich über die Option Klassischen Desktop aktivieren auf das nüchterne Aussehen von Windows 2000 zurücksetzen. Zu diesem Zweck klickt man mit der rechten Maustaste auf den Desktop-Hintergrund und wählt Anpassen ⇒ Design. Im folgenden Dialog wählt man aus dem Pull-Down-Menü Windows - klassisch.

Effekte loswerden (II)

Wer sich von der klassischen Windows-Oberfläche satt gesehen hat und das frischere Aussehen des Vista-Desktops bevorzugt, kann besonders auf Rechnern mit schwacher Grafikleistung viele Animationen und Effekte gezielt abschalten. Dazu wechselt man in zu Systemsteuerung ⇒ System ⇒ Erweiterte Systemeinstellungen. Im nachfolgenden Dialog kann man die Option Für optimale Leistung anpassen wählen, um alle verspielten Features der Vista-Oberfläche zu deaktivieren. Allerdings befinden sich darunter auch höchst nützliche Funktionen wie etwa das Glätten der Bildschirmschriften. Sie können über Auswahlkästchen einzelnen eingeschaltet werden.

Kopieren, Verschieben und Löschen

Microsoft hat in den Vista-Explorer wichtige neue Funktionen eingebaut. Tritt etwa beim Kopieren mehrerer Dateien ein Fehler auf, weil Zugriffsrechte nicht ausreichen oder eine Datei gesperrt ist, können Sie auf Überspringen klicken und die betroffene Datei auslassen. Ist dabei die Klickbox vor „Vorgang für alle aktuellen Elemente durchführen“ aktiv, lässt der Explorer alle Dateien aus, auf die er nicht zugreifen kann. Alle Explorer-Versionen seit Windows 95 haben in diesem Fall den Kopiervorgang abgebrochen.

Der Explorer von Vista arbeitet bei Datei-Operationen oft nicht nur sehr langsam, sondern häufig auch instabil. Manchmal bleibt der Explorer mit dem Dialog „Verbleibende Zeit wird berechnet“ hängen. Das Problem fällt auf allen Rechnern auf – allerdings nicht überall gleich stark und nicht bei jeder Gelegenheit. Offensichtlich liegt der Fehler jedoch beim Explorer, denn alternative Datei-Manager wie Total Commander oder Speed Commander arbeiten mit normaler Geschwindigkeit.

Dateitypen neu zuordnen und ändern

Unter „Systemsteuerung, Ordneroptionen“ fehlt die von XP bekannte Registerkarte „Dateitypen“. Dort war es möglich, bestimmten Dateitypen eine Standardanwendung sowie selbst gewählte Kontextmenüs zuzuweisen. Die vermissten Funktionen lassen sich auf anderen Wegen erreichen. Wenn man festlegen will, was beim Doppelklick auf eine Datei geschehen soll, muss man die „Open“-Aktion neu zuzuweisen. Nach Rechtsklick auf die Datei „Öffnen mit“ wählen und dann auf den Eintrag „Standardprogramm auswählen“ zu klicken. Danach erscheint die Liste „empfohlener Programme“ und den Button „Durchsuchen“, der Ihnen freie Wahl lässt. Komfortabler lässt sich diese Einstellung mit File Type Doctor der CreativeElementPowerTools vornehmen.

Aero bei Home Basic aktivieren

Benutzer der Home-Basic-Variante von Vista können Aero (ohne Glass) aktivieren. Wenn die Hardware leistungsfähig genug ist, lässt sich damit das hübschere Oberflächen-Design der größeren Vista-Versionen auch unter Home Basic nutzen. Lediglich die Transparenz fehlt. Die Funktion wurde standardmäßig deaktiviert. Es genügt, im Registry-Schlüssel „Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Windows\DWM\“ den Wert des Eintrags „Composition“ auf „1“ und den von „CompositionPolicy“ auf „0“ zu setzen. Danach muss nur noch der Dienst für die Desktop-Gestaltung neu gestartet werden – und schon ist Aero aktiv.

Anmelden ohne Passwort

Wenn keine Gefahr besteht, dass Unbefugte sich an Ihrem Rechner zu schaffen machen, dann können Sie sich die Eingabe von Benutzername und Kennwort bei jedem Systemstart sparen. Der von Vista standardmäßig präsentierte Anmeldedialog lässt sich in diesem Fall deaktivieren. Geben Sie dazu im Eingabefeld des Startmenüs

netplwiz

ein. Sie können dann auf die erweiterten Einstellungen der Benutzerverwaltung zugreifen. Dort muss man die Checkbox Benutzer müssen Benutzernamen und Kennwort eingeben abwählen.

Allerdings erzwingen dann die Grundeinstellungen des Bildschirmschoners nach längerer Abwesenheit vom PC immer noch die Eingabe des Kennworts. Um auch das abzustellen, rufen Sie das Kontextmenü des Desktop auf (Rechtsklick auf einen freien Bereich) und wählen Sie Anpassung/Bildschirmschoner. Dort deaktivieren Sie Anmeldeseite bei Reaktivierung.

Persönlichen Ordner verschieben

Der von Windows XP bekannte Ordner Eigene Dateien existiert in dieser Form unter Vista nicht mehr. Er heißt nun Dokumente und enthält Eigene Bilder, Eigene Videos oder Eigene Musik nicht mehr. Wenn man die eigenen Daten auf ein anderes Laufwerk oder auf eine andere Partition verschieben möchte, dann muss man daher den Pfad für jeden persönlichen Ordner verändern. Das geschieht auf die bekannte Weise mittels Rechtsklick auf den Ordner, anschließend passen Sie unter Eigenschaften das Laufwerk Beziehungsweise die Verzeichnisse an und klicken auf die Schaltfläche Verschieben.

Suchexplorer deaktivieren

Im Gegensatz zu Windows XP verfügt Vista über eine brauchbare Desktop-Suchmaschine. Allerdings gibt es auch Gründe, diese abzuschalten. Dazu zählt, dass man lieber ein Konkurrenzprodukt von Copernic oder Google einsetzen möchte. Bei installiertem Service Pack 1 (SP1) fällt es leicht, eine alternative Suchmaschine als Standard zu setzen (Systemsteuerung ⇒ Standardprogramme ⇒ Standardprogramme festlegen). Bei Installationen ohne SP1 muss man als Anwender indes selbst Hand anlegen und den Windows-Dienst deaktivieren, der die lokalen Dateien indexiert. Dazu öffnet man Systemsteuerung ⇒ Verwaltung ⇒ Dienste und wählt aus der Liste Windows-Suche. Ein Doppelklick auf den Eintrag öffnet einen Dialog, wo man unter Starttyp die Option deaktiviert festlegt.

Geschützter Modus für Firefox

In Windows Vista hat Microsoft mit Mandatory Integrity Control (MIC) einen Mechanismus eingebaut, der unerwünschte Zugriffe verhindern soll. Beim IE 7 heißt er „Geschützten Modus“. Er lässt sich aber für jeden Browser und auch für andere Anwendungen nutzen. Er wird für den IE 7 im Dateisystem über den Integrity Level (deutsch: „Verbindlichkeitsstufe“) realisiert. In Vista sind vier Levels definiert: Low, Medium, High und System. Eine Anwendung kann sich immer nur innerhalb ihres Levels und der darunterliegenden bewegen. Läuft ein Programm mit dem Level Low, kann es in Ordner schreiben, die diesen Level ebenfalls besitzen. Da der Standard auf Medium gesetzt ist, sind Zugriffe auf andere Ordner nicht möglich. Gleiches gilt entsprechend auch für andere Objekte, etwa Registry-Schlüssel, Prozesse und Threads. Weniger Rechte für andere Programme: Das Integrity Level lässt sich auf der Kommandozeile über das Tool icacls einsehen oder verändern. Darüber lassen sich dann auch andere Browser oder Mailprogramme absichern. Für Firefox verwenden Sie etwa die Zeile

icacls "%ProgramFiles%\Mozilla Firefox\firefox.exe" /setintegritylevel low

Damit das Programm danach noch auf seine Arbeitsverzeichnisse zugreifen kann, müssen Sie auch noch

icacls "%userprofile%\AppDataocal\mozilla\firefox" /setintegritylevel (oi)(ci)low

eingeben. Das Gleiche wiederholen Sie entsprechend für die Verzeichnisse %userprofile%\AppDataocal\temp, %userprofile%\appdata\roaming\mozilla\firefox und %userprofile%\downloads\firefox. Die parameter (oi)(ci) bewirken, dass neu angelegte Dateien und Ordner den Integrity Level vom übergeordneten Objekt erben. Ein Datei-Download ist danach nur noch in das Verzeichnis „%userprofile%\downloads\firefox“ möglich, das sie anlegen müssen und in Firefox über „Extras, Einstellungen“ auf der Registerkarte „Allgemein“ als Speicherziel definieren können.

Client für Telnet und TFTP aktivieren

Die von der Vorgängerversionen bekannten Tools sind auch unter Vista vertreten, per Voreinstellung aber nicht aktiviert. Um die Clients für Telnet und FTP zu aktivieren, müssen Sie die entsprechenden Häkchen in der Systemsteuerung unter Programme > Programme und Funktionen setzen.

Vista beschleunigen

Nicht benutzte Programme deinstallieren

Einer der wichtigsten Gründe, warum Vista wie schon XP oder 2000 langsamer wird, sind zu viele installierte Anwendungen. Nicht genutzte Programme lassen sich über die Systemsteuerung ⇒ Programme und Funktionen entfernen. Zusätzlich sollte man im Startmenü und den „Programme“-Ordner inspizieren, weil sich nicht jede Software in Microsofts Deinstallations-Tool registriert.

Zugriffe auf die Auslagerungsdatei beschleunigen (Readyboost)

Dafür benötigt man einen USB-Stick oder anderen Flash-Speicher mit USB-2.0-Schnittstelle und mindestens 256 MB Kapazität. Optimal ist es, wenn Sie auf dem Stick Platz in der Größe des Hauptspeichers reservieren. Um Readyboost zu nutzen, verbindet man den Stick mit dem Rechner und klicken in der daraufhin erscheinenden Dialogbox auf „System beschleunigen“. Im nächsten Dialog aktivieren Sie die Option „Dieses Gerät verwenden“ und stellen den zu reservierenden Speicher ein. Beim Verwalten des Speichers verwendet Vista den USB-Stick als Cache für die Auslagerungsdatei.

Vista beschleunigen

Weniger Programme beim Systemstart laden

Es ist eine schlechte Gewohnheit von Software-Herstellern, Teile ihrer Applikationen zu laden, wenn Windows startet. Bei Programmen, die nicht so häufig eingesetzt werden, ist dieses Vorgehen unnötig und verschwendet kostbaren Arbeitsspeicher. Dadurch kann sich Windows erheblich verlangsamen. Mehrere Tools, bieten einen Überblick über Programme, die automatisch mit dem Betriebssystem starten. Eines der besten ist Microsoft Sysinternals Autoruns. Es handelt sich dabei um ein sehr mächtiges Werkzeug mit vielen Optionen. Wer es einfacher haben will, greift zu Runalyzer oder Startup Control. Alle Tools können automatische startende Programme deaktivieren und wieder aktivieren, wenn nach dem Systemstart Probleme auftreten sollten.

System aufräumen

Nach dem Entfernen von Software bleiben oft Programmteile auf der Platte und Einträge in der Registrierung zurück, weil Deinstallations-Tools nicht ordentlich arbeiten. Beim gelegentlichen Deinstallieren von Anwendungen reicht es, wenn man in den betreffenden Programmordner schaut und eventuelle Überreste manuell entfernt. Ähnlich geht man beim Aufräumen der Registrierung vor. Bequemer geht es allerdings mit professionellen Reinigungs-Tools wie den kostenlosen CCleaner, TweakNow RegCleaner oder NTREGOPT.

Schattenkopien bei Vista Home abschalten

Vista Home Basic und Home Premium speichern zwar alle zurückliegenden Versionen von Benutzerdateien („Schattenkopien“), können diese aber im Gegensatz zu den teureren Vista-Ausführungen nicht wiederherstellen. Das Betriebssystem verbraucht damit Plattenplatz und Rechenleistung, ohne dass es dafür dem Anwender einen Nutzen bietet. Die Versionierung von Benutzerdaten lässt sich jedoch nicht separat abschalten, sondern nur im Zuge der Systemwiederherstellung (Systemsteuerung ⇒ System ⇒ Computerschutz). Stellt man diese für ein Laufwerk ab, dann verzichtet Vista auch auf das Anlegen von Systemwiederherstellungspunkten.
Eine Lösung des Problems besteht darin, dass man die Benutzerdaten auf einer eigenen Partition bzw. Festplatte abspeichert und für dieses Volume die Systemwiederherstellung deaktiviert. Für die Systempartition bleibt damit die Sicherung von Wiederherstellungspunkten erhalten und mangels Benutzerdateien entfällt das Anlegen von Schattenkopien. Wer auch unter Vista Home auf ältere Dateiversionen zurückgreifen möchte, kann als Ersatz für Microsofts Schattenkopien das kostenlose Tools FileHamster verwenden.

Festplatte defragmentieren

Die Defragmentierung reorganisiert den Datenträger physikalisch, indem Dateien zusammengefasst werden. Das kann Windows beim Starten von Programmen oder dem Nachladen von Komponenten beschleunigen. Während bei XP die Defragmentierung manuell angestoßen werden musste, erfolgt sie unter Vista automatisch einmal pro Woche. Um das Programm manuell zu starten oder einfach nur die Einstellungen für diese Systemfunktion zu prüfen, gibt man „defrag“ in das Suchfeld des Startmenüs ein.

Schlechte Software entfernen

Es kommt vor, dass der PC hängt, obwohl keine anspruchsvolle Anwendung läuft. In diesem Fall kann ein schlecht funktionierendes Programm schuld sein. Manchmal ist offensichtlich, welche Applikation der Übeltäter ist., manchmal können aber nur Tools helfen, um den Bremser zu entdecken. Besonders nützlich für das Aufspüren von schlecht funktionierender Software sind die kostenlosen Sysinternals Process Explorer und Process Monitor. Manchmal sind für das schlechte Verhalten von Programmen nur fehlerhafte Einstellungen schuld. Diese jedoch zu finden ist oft aufwändiger als eine neuere Version oder eine alternative Software zu installieren.

Aktuelle Treiber installieren

Wenn das System beim Zugriff auf ein bestimmtes Gerät langsamer wird, dann liegt das vermutlich an einem schlecht programmierten Treiber. Es empfiehlt sich in diesem Fall, auf der Website des Hardware-Herstellers nach einer neueren Version des Treibers zu suchen. Wenn nicht klar ist, welcher Treiber für die schlechte Performace des Systems verantwortlich ist, kann eine Anlyse mit dem Device Verifier Tool weiterhelfen. Dieses Werkzeug gehört zum Lieferumfang von XP und Vista und ist für Systemverwalter gedacht. Daher ist es ratsam, vor seiner Benutzung die Dokumentation zu lesen. Das Programm lässt sich durch die Eingabe von „verifier“ unter Start/Ausführen bzw. in das Suchfeld von Vista starten.

Festplatte hinzufügen

Unter bestimmten Bedingungen kann eine zweite Festplatte zu Geschwindigkeitsverbeserungen führen. Wenn bestimmmte Anwendungen große Datenmengen verarbeiten und daher häufig auf den Massenspeicher zugriefen, könnte es sich lohnen, sie auf ein eigenes Laufwerk auszulagern. Das trifft etwa auf Virtualisierungs-Software wie VMware Workstation oder Virtual PC zu, die schneller abläuft, wenn sie nicht auf der gleichen Platte installiert wird wie das Betriebssystem.

Administration

Benutzerkontensteuerung (UAC) abschalten (1)

Die Benutzerkontensteuerung (UAC – User Account Control) unter Vista fordert Sie bei jedem Systemeingriff auf, der Aktion zuzustimmen, auch wenn Sie als Administrator angemeldet sind. Dieses Sicherheits-Feature von Windows lässt sich jedoch abschalten. Dazu gehen Sie zu Systemsteuerung ⇒ Benutzerkonten ⇒ Benutzerkontensteuerung ein- oder ausschalten. Nach einem Rechnerneustart erscheinen keine UAC-Dialoge mehr. Sobald Sie mit der Konfiguration Ihres Systems fertig sind, sollten Sie die Funktion aber aus Sicherheitsgründen wieder einschalten. Die Dialoge tauchen zudem bei der regulären Arbeit mit Anwendungen nur selten auf.

Die UAC wird allerdings gar nicht benötigt, wenn alle Benutzer mit eingeschränkten Konten arbeiten und nur bei Bedarf über „Ausführen als“ Administratorrechte beanspruchen. Wenn daher dauerhaft abgeschaltet werden soll, dann stört beim hier beschriebenen Vorgehen eventuell die in der Taskleiste eingeblendete Warnung. Diesen Hinweis auf eine deaktivierte UAC können Sie über die Registry leicht abstellen. Starten Sie Regedit, und öffnen Sie den Schlüssel „Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Security Center“. Hier legen Sie, falls es ihn nicht gibt, einen Dword-Eintrag mit dem Namen „UACDisableNotify“ an und geben ihm den Wert „1“. Nach einem weiteren Neustart haben Sie auch hier Ruhe.

Benutzerkontensteuerung (UAC) abschalten (2)

Komfortabler als mit den Bordmitteln von Vista lässt sich UAC über das Tool TweakUAC ein- und auschalten. Es kann nicht nur UAC vollständig aktivieren, sondern bietet zudem einen „stillen Modus“, bei dem UAC weiterläuft, aber keine Warnungen mehr anzeigt. Dieses Vorgehen ist nicht nur sicherer als das vollständige Abschalten der Funktion, es erspart zudem den Neustart des Rechners. Das Tool ist außerdem nützlich, um den UAC-Status zu prüfen.

TweakUAC

Administrator-Konto auf dem Anmeldebildschirm einblenden

Auf dem Anmeldebildschirm von XP Professional und Vista fehlt das „Administrator“-Konto. Windows XP zeigt es nur an, wenn das System im abgesicherten Modus startet. Das Administrator-Konto lässt sich mittels eines Registy-Eintrags permanent im Anmeldebildschirm einblenden. Dafür muss der Schlüssel Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\WindowsNT\CurrentVersion\Winlogon\SpecialAccounts\UserList um den neuen Dword-Eintrag „Administrator“ ergänzt und dieser auf den Wert „1“ gesetzt werden.

Rechner zeitgesteuert herunterfahren oder neu starten

Um Vista nach dem Beenden einer bestimmten Anwendung herunterzufahren, eignet sich ein „geplanter Task“. Wählen Sie den Befehl Shutdown aus, und geben Sie als Pfad C:\Windows\System32\Shutdown.EXE an. In den „Erweiterten Eigenschaften“ des Tasks geben Sie unter „Ausführen“ folgende Befehlskette ein: „C:\Windows\System32\Shutdown.EXE -s -f -t 01“. Das Attribut -s bewirkt das Herunterfahren. Mit -f erzwingt das System, dass alle noch laufenden Anwendungen ohne Warnung geschlossen werden. Mit -t 01 legen Sie fest, dass der Rechner nach einer Sekunde mit dem Herunterfahren beginnt. Das ist wichtig, damit er nicht auf eine Eingabe wartet. Möchten Sie den PC neu starten, ersetzen Sie das -s durch -r für „Restart“.

Passwort zurücksetzen

Vista bietet die Möglichkeit, eine so genannnte „Kennwortrücksetzdiskette“ zu erstellen. Mit Hilfe eines solchen Datenträgers, der keineswegs eine Diskette sein muss (andere externe Speichermedien eigenen sich ebenfalls), kann man ein vergessenes Vista-Passwort durch ein neues ersetzen. Allerdings müssen Sie das Medium vor dem Fall der Fälle anlegen - wenn Sie sich erst ausgesperrt haben, ist es zu spät. Der virtuelle Nachschlüssel sollte an einem sicheren Ort aufbewahrt werden, weil sich Unbefugte damit Zugang zum PC verschaffen können. Dieser Beitrag in Microsofts Knowledge-Base beschreibt im Detail, wie der Datenträger angelegt und im Notfall benutzt wird.

Vista-PC an Windows-Domäne anmelden

Um einer Windows-Domäne oder Arbeitsgruppe beizutreten, öffnet man Systemsteuerung ⇒ System. Unter Einstellungen für Computernamen, Domäne und Arbeitsgruppe kann die gewünschte Domäne eingegeben werden. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie über eine gültige Benutzerkennung für die Domäne besitzen. Außerdem ist zu beachten, dass nur Vista Enterprise und Vista Ultimate Mitglied in einer Windows-Domäne werden können.

Anwendungen

Lotus Notes mit Aero

Wenn man mit Lotus Notes 7.x unter Vista mit Aero-Oberfläche arbeitet, taucht früher oder später die Meldung auf, dass Windows auf das Farbschema „Vista-Basis“ zurückgesetzt wurde. Schuld an dieser Inkompatibilität ist laut IBM die mit Notes ausgelieferte Java Virtual Machine 1.4.2 SR8. Zwar sei Notes 7.03 vollständig unter Vista getestet, die JVM werde aber erst in einem zukünftigen Maintenance Release aktualisiert und soll sich dann mit dem neuen Windows vertragen. Vorerst empfiehlt sich als Abhilfe, auf die Ausführung von Java-Agents möglichst zu verzichten.

Lotus Notes gegen Aero

Einer der größten Störenfriede ist dabei die Rechtschreibprüfung von Notes für die neue deutsche Rechtschreibung, die in Java implementiert wurde. Wählt man als Lexikon unter Datei ⇒ Vorgaben ⇒ Benutzervorgaben ⇒ International ⇒ Rechtschreibprüfung stattdessen die alte Rechtschreibung, dann kommt kein Java-Agent zum Einsatz, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Kollision mit der neuen Windows-Oberfläche beträchtlich abnimmt.

Screenshots erstellen

Die seit Windows 3.x vorhandene Unterstützung für „Alt + Druck“ und nur „Druck“ existiert auch weiterhin in Vista. Allerdings lassen sich damit nur das aktive Fenster beziehungsweise der gesamte Desktop fotografieren. Deutlich komfortabler geht es mit dem neuen Programm „Snipping Tool“ aus dem Vista-Zubehör (Start ⇒ Alle Programme ⇒ Zubehör ⇒ Snipping Tool). Es reicht zwar nicht an die führenden Programme von Drittanbietern heran, langt aber für die meisten Aufgaben. Es kann nicht nur viereckige Bildausschnitte aufnehmen, sondern auch solche mit beliebigen Umrissen. Außerdem versieht es auf Wunsch den Ausschnitt mit einem farbigen Rand.

 
windows/vista-tipps.txt · Zuletzt geändert: 19.05.2008, 17:39 von Wolfgang Sommergut     Nach oben
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