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Neu in Windows 7

Microsoft hat im offiziellen Windows 7 Blog bereits einige geplanten Veränderungen und Optimierungen für die kommende Windows-Generation (Codename: Windows 7) bekanntgeben, auf die man bei der Entwicklung besonder achten will.

Systemänderungen

Speichernutzung

Wie viel Speicher wird für die jeweiligen Aufgaben benötigt? Steven Sinofsky meint, man müsse zunächst essentielle Probeleme zu beheben, die auftreten, wenn man durch Caches versucht, mehr Speicher (Arbeits- und Festplattenspeicher) zu nutzen, um die Leistung zu steigern.

CPU-Kapazität

Moderne Prozessoren bieten enorm viel Rechenleistung und die meisten arbeiten mittlerweile mit mehreren Kernen, sodass man auf parallele Vearbeitung von Informationen setzen will. So will man die CPU-Nutzung dabei so gering wie möglich halten, denn zu einen ließe sich so der Stromverbrauch senken, des Weiteren sei der Mehrbenutzerbetrieb besser zu realisieren.

Festplattennutzung (E/A)

Windows soll die Zahl der Schreib- und Lesevorgänge trotz immer leistungsstärkeren Festplatten so gering wie möglich halten. Die Entwickler konzentrieren sich bei Windows 7 besonders auf diesen Bereich, da Solid State Drives (SSD) ganz andere Eigenschaften haben.

Bootvorgang, Shutdown, Standby/Aufwachen

Diese Vorgänge könnten nie schnell genug gehen, so Sinofsky, weswegen man auch besonders in diesem Bereich Optimierungen bringen will. Hierbei sei es demnach die Zusammenheit mit PC- und Hardwareherstellern wichtig, da man nur so sicherstellen könne, dass Zeiten, die im Labor oder nach einer „sauberen Installation“ gemessen wurden, sich auch bei einem neuen PC wiederspiegeln.

Basissystem

Microsoft will die Basis des Systems überwachen und weiter verbessern. Demnach sei es entscheidend, die Ressource-Nutzung zu verbessern, bevor weitere Software geladen wird. Dies bide die „Plattform“, welche das definiere, worauf sich Entwickler verlassen können und welche Systemvorraussetzung für eine annehmbare Nutzung von Nöten sei.

Administration und Sicherheit

BitLocker to Go

Mit dieser Erweiterung von BitLocker kann der Administrator über Policies erzwingen, dass Wechseldatenträgern verschlüsselt werden, bevor Daten darauf geschrieben werden. Damit soll verhindert werden, dass vertrauliche Informationen über USB-Sticks in falsche Hände geraten.

DirectAccess

Eigentlich handelt es sich dabei um eine Neuerung, die der Windows Server 2008 R2 bieten soll. Das Feature ist als einfach zu nutzende Alternative zu VPNs gedacht, um von außen auf Ressourcen eines Firmennetzes zuzugreifen. DirectAccess beruht auf IPSec und IPv6. Die Installation erfordert einen vom Internet aus zugänglichen Access-Server unter Windows Server 2008 R2 sowie Windows 7 als Client. Die Unterstützung für ältere Windows-Versionen und Betriebssysteme anderer Hersteller ist nicht geplant.

AppLocker

Mit Hilfe von AppLocker können Administratoren auf Basis von Gruppenrichtlinien festlegen, welche Anwendungen im Firmennetz zugelassen beziehungsweise blockerit werden. Das Feature unterstützt sowohl Whitelists als auch Blacklists, so dass Unternehmen entweder explizit alle Aplikationen ihres Vertrauens freigeben oder alternativ unerwünschte Programme ausschließen können. Auf diese Weise können IT-Abteilungen Instant-Messaging-System, VoIP-Software und alle mögliche Freeware aus dem Netz verbannen, ohne den Desktop komplett abzudichten.

BranchCache

BranchCache soll die Anbindung von Niederlassungen verbessern, die nur über einen schmalbandingen Zugang zum Rechenzentrum verfügen. Es handelt sich dabei ebenfalls um ein Feature von Windows Server 2008 R2, der Programm- und Datendateien nach dem ersten Zugriff auf die Zentrale zwischenspeichert. Als einziger Client für dieses Feature ist Windows 7 vorgesehen, eine Unterstützung für ältere Windows-Versionen ist zumindest derzeit nicht geplant.

VHD Boot

Windows 7 kann neben dem Windows Imaging Format (WIM) auch vom „Virtual Hard Disk“-Format starten. VHD wird von Microsoft als Standard für das Speichern von virtuellen Maschinen in Virtual Server, Virtual PC und Hyper-V verwendet. Die Unterstützung in Windows 7 erleichtert die Migration von physikalischen Installationen in virtuelle und umgekehrt.

Föderierte Suche über Open Search

Die Desktop-Suche unter Windows 7 soll sich nicht mehr auf lokale Laufwerke und Netzwerkfreigaben beschränken, sondern Ergebnisse anderer Suchmaschinen wie MOSS 2007 oder Search Server Express integrieren. Dabei lässt sich jede Engine integrieren, die Open Search unterstützt. Benutzer sollen damit in die Lage versetzt werden, vom Desktop aus möglichst alle im Unternehmen vorhandenen relevanten Informationen zu finden.

Bedienung und Zubehör

Überarbeitung der User Account Control

Viele User von Windows Vista fühlen sich sehr stark eingeschränkt und genervt durch die User Account Control, die mit Windows Vista eingeführt wurde.

In Windows 7 will die Funktionalität von UAC verbessern und sie für die User komfortabler machen. So sollen Administratoren beispielsweise explizit festlegen können, wann eine Warnung durch UAC erscheinen soll.

Verbesserung der Taskleiste

Auf der Professional Developers Conference 20081) stellte Microsoft Windows 7 der Öffentlichkeit vor und demonstrierte dabei auch die neue Taskleiste, die man überarbeitet und verbessert hat.

Ziel war es, die Taskleiste übersichtlicher und organisierter zu machen. Geöffnete Applikationen erscheinen von nun an nur noch als Icons in der Taskleiste. Fährt man mit dem Maus-Cursor über die jeweiligen Icons, öffnen sich sogenannte Jumplists. Dies Jumplists zeigen Thumbnails der geöffneten Fenster der jeweiligen Applikationen wie beispielsweise Word oder dem Internet Explorer an und lassen so ein gezielteres auswählen des richtigen Fensters zu. Innerhalb einer Instanz des Internet Explorers werden zudem alle einzelnen Tabs jeweils mit Thumbnail angezeigt.

Des Weiteren lässt sich nun auch endlich die Anordnung der angezeigten Applikationen in der Taskleiste beliebig verändern, will heißen, man kann die Reihenfolge der Icons beliebig verschieben und positionieren.

Per Rechtsklick auf ein Icon werden im Kontextmenü zudem die zuletzt geöffneten Dateien wie Dokumente, Bilder oder Musikdateien angezeigt.

Wireless-LAN Verbesserungen

In Windows 7 soll die Konnektierung zu WLAN-Netzen deutlich einfacher zu handhaben sein, als es bisher unter XP und Vista der Fall war.

Im Systemtray klickt man demnach auf das Netzwerksymbol und kann sich mit den entsprechend verfügbaren Netzen verbinden. Im Falle eines Hotspots, bei dem sich der Benutzer über den Webbrowser authentifizieren muss, wird dies von Windows 7 erkannt und ein entsprechender Hinweis ausgegeben.

Windows 7 wird zudem Wake on LAN über drahtlose Netzwerkschnittstellen unterstützen 2) und kann bei Netzwerkschnittstellen, die nicht benutzt werden, den Strom abschalten und so den Energieverbrauch minimieren, der vor allem bei Notebooks der Akkulaufzeit zu Gute kommen wird. Sobald ein Netzwerkkabel eingesteckt wird, ist die Netzwerkschnittstelle automatisch wieder mit Strom versorgt.

"Libraries" - Themenbezogene Dateien gruppieren

„Libraries“ ist ein neues Feature, mit dem es möglich ist themenbezogene Dateien zu gruppieren, ohne dass sie im Dateisystem verschoben werden müssen. Dies gilt nicht nur für Dateien auf dem eigenen PC, sondern auch für Dateien auf externen Festplatten, USB-Stick sowie netzwerkübergreifend.

So soll vor allem auch die Funktionalität der Windows-Suche verbessert werden, um Dateien über das Netzwerk einfacher und schneller finden zu können.

windows7-libraries.jpg

Auslagern von Bordsoftware

Microsoft plant, Tools, die sonst mit einer gewöhnlichen Installation automatisch mitgeliefert wurden, vom Kernsystem zu trennen und die separat anzubieten. So wird unter anderem der Windows Movie Maker, ein Tool um Videos zu bearbeiten und aufzubereiten, separiert und in die Live-Familie unter dem Namen „Windows Live Movie Maker“ einzugliedern.3) Gleichzeitig entwickelt man das Programm weiter und fügt neben neuen Schnittfunktionen auch die Möglichkeit zur komfortabelen Verwaltung von Videos, Diashos und Fotos hinzu

Rundumerneuerung von Bordsoftware

Einige Tools, die sich schon seit mehreren Version von Windows nicht mehr bedeutend geändert worden sind, erhalten nun eine Rundumerneuerung: Im Detail sind dies die Programme Paint und WordPad, die die von Office 2007 bekannten Ribbons adaptieren werden4).

Auch der Windows-Taschenrechner erhält eine Auffrischung und wird um einige Funktionen, vor allem wissenschaftliche Berechnungen, erweitert. Zudem halten nun standardmäßig die Umrechnungsfunktionen Einzug, die man zuvor mittels dem Calc Plus nachrüsten konnte.

windows7-calc1.jpg

Windows Media Player 12: Verbesserte Multimedia-Unterstützung

Musste man bisher diverse Audio- und Video-Codecs installieren, um bestimmte Formate abspielen zu können, so sollen im Windows Media Player 12 eine Reihe populärerer Codecs wie h.264, DivX und XviD implementiert werden.

Zudem sollen die Codecs dank einer Unstützung für Hardware-Beschleunigung auch mit langsameren Systemen harmonieren. Des Weiteren kann der neue Media Player auch systemübergreifend Audio- und Videodateien abspielen, die sich in der eigenen „Homegroup“ befinden.

Einfacher den optischen Bedürfnissen anpassen

Die Verwaltung zu optischen Anpassung der Oberfläche wurde übersichtlicher gestaltet, sodass die Komponenten zum Anpassen der Systemfarben, des Desktophintergrundes, sowie Sounds und Bildschirmschoner in einem Fenster vereint wurden und sich zudem zum einem gesamten Theme zusammenfassen lassen, das man dann auch an andere Benutzer z.B. via USB-Stick oder im Web weitergeben kann.

 
windows/geplante_aenderungen_fuer_windows_7.txt · Zuletzt geändert: 06.12.2008 13:01 von Tobias Steinicke     Nach oben
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